
Sachsen
28. Pegauer Altstadtfest 2026
Wenn Pegau zwei Tage lang aus der Zeit fällt
Am ersten Septemberwochenende 2026 heißt es in Pegau wieder Gauklerei, Biwak und Livemusik. Zum 28. Mal lädt die Stadt an der Weißen Elster südwestlich von Leipzig am 4. und 5. September zum Altstadtfest, und zwischen Kirchplatz, Klostergarten und den offenen Höfen findet jede Generation ihren Lieblingsplatz. Am Freitag geht es ab 16 Uhr los, dann öffnet auch das Stadtmuseum seine Türen, der Samstag startet um 12 Uhr mit Markttreiben, Handwerk und Kulinarik. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei.
Das große Biwak, Soldatenalltag um 1810
Den historischen Kern des Fests bildet das Biwak des Königlich Sächsischen Chevauleger-Regiments „Prinz Clemens", das gemeinsam mit dem gleichnamigen Infanterie-Regiment und weiteren befreundeten Vereinen seine große Anlage aufschlägt. Du darfst durch die Zeltgassen streifen, die originale Feldküche inspizieren und beim Exerzieren zusehen, wie Rekruten vor gut 200 Jahren gedrillt wurden. Am Samstag um 16 Uhr folgt die geräuschvolle Gefechtsdarstellung, für empfindliche Ohren wird Gehörschutz empfohlen. Und wer nach Sonnenuntergang wiederkommt, erlebt das Lager im Schein von Kerzen und Fackeln von seiner stimmungsvollsten Seite.
Sieben Konzerte von der Stadtkirche bis in den Klostergarten
Die Höfe der Altstadt öffnen am Freitag ab 17 Uhr für die Musik. In der Stadtkirche St. Laurentius präsentiert Liedermacher SCHÜLLER ab 18 Uhr sein Programm „Apokalyptusbonbon", Poesie mit fein dosiertem Optimismus. Zeitgleich spielt Cliff Rößler mit der Vinothek Band in der Alten Post am Kirchplatz 11, ab 19 Uhr übernehmen die KRAUSE BAND vor dem Volkshaus und Maik & friends im Klostergarten. Am Samstag folgen das Trio IRIDA ab 13 Uhr und Christos Acoustic ab 18 Uhr in der Alten Post, ehe die Grasband Wachau ab 19 Uhr den Klostergarten bespielt. Stilistisch reicht das Spektrum von Rock und Pop über Folk bis zu Schlagern und leisen Akustiktönen.
Narrateau, Falkner und ein Karussell mit Kurbler
Der Samstag gehört den Gauklern. Narrateau treibt mit Zauberkunst, Jonglage, Balanceakten und waghalsigem Feuerspiel sein Wesen auf dem Festgelände und im Klostergarten. An der Kirche musizieren die drei Gestalten von Fidelius 1813, ein preußischer Soldat mit Marschtrommel, ein sorbischer Musikant mit Fidel und ein Herr im Zylinder mit Zister, quer durch das 18. und 19. Jahrhundert. Die Falknerei der Familie Jäckel zeigt dir Falke und Eule aus nächster Nähe, das Erinnerungsfoto mit Greifvogel auf dem Arm ist ausdrücklich erwünscht. Wer selbst zielen will, greift bei Dannys Armbrustschießen zur Armbrust oder beim Allgemeinen Schützenverein zu Pegau 1444/1990 im Innenhof des Napoleonhauses zum Bogen. Für die Kleinen dreht sich das Rumfass-Karussell, dessen Kurbler die Fahrgäste mit Sprüchen und Geschichten unterhält, nebenan testest du beim Rattenwerfen dein Wurfglück, und drei Ponys von Frau Kässler tragen die jungen Gäste durch Hellmuthgasse, Markt und Kramergasse. Altes Handwerk führen die Schauschmiede und die Lederei-Schauwerkstatt hinter der Laurentiuskirche vor, dazu kommen Spinnerinnen, Barthels Holzstübchen, der Pflanzendruck am Bienenhaus, das Blumenkranzflechten mit den Mägden des Wiprecht-Gymnasiums und die historischen Stationen des Deutschen Roten Kreuzes in der Schlossstraße 6a.
Von der Fladenbäckerei bis zur Melanchthonbirne
Gegessen wird quer über den Kirchplatz. Süße und herzhafte Fladen kommen aus der bims Fladenbäckerei, die Fischerhütte bringt Räucherfisch und Backfisch mit, ihr Sushikeller in der Breitstraße 2 hat an beiden Tagen geöffnet, dazu locken Handbrot, Spiralkartoffeln, Crêpes, Kräppelchen mit extra Puderzucker und schokolierte Erdbeeren. Günther's grillt knusprige Enten und tischt am Samstag ein Kuchenbuffet auf, das Volkshaus serviert Mutzbraten, Flammlachs und hausgemachtes Eis im Sommer- und Klostergarten, vor dem Pfarramt duften Kibbeh und Falafel, und die Freiwillige Feuerwehr mixt Cocktails. Wein fließt stilecht aus Tongefäßen an der Weinschänke „Zink" vor dem Napoleonhaus, Birnenbowle schenkt die „Pegauer Melanchthonbirne" des evangelischen Kirchspiels aus. Zum Stöbern laden Stände mit Keramik, Mineralien und Schmuck, Blechschildern und Holzschwertern, Makramee, Alpaka-Produkten, Trockenblumenkränzen, Honig und Marmeladen, dazu die Bücher und Postkarten des Vereins für Heimatkunde und die Aquarienschau der Pegauer Aquarianer „E. A. Roßmäßler".
Zeiten und Eintritt
Los geht es am Freitag um 16 Uhr und am Samstag um 12 Uhr, ein offizielles Ende gibt die Stadt nicht an, gefeiert wird in den Höfen bis in den Abend. Der Eintritt kostet nichts, Dreh- und Angelpunkt ist der Kirchplatz mitten in der Pegauer Altstadt.
Alle Termine im Überblick
Freitag
04.09.2026
ab 16:00 Uhr
Samstag
05.09.2026
ab 12:00 Uhr
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